In unregelmäßigen Abständen wird Pilana hier ihre Kommentare zu verschiedenen Vorkommnissen rund um den Frauenfußball hinterlassen. Nicht immer wird sie dabei "die Stimme des Volkes" sein, doch versucht sie den Finger in die Wunde zu legen.
Gilt die Spielordnung zum Ende der Saison nicht mehr? Bis zum 5. August zog sich die letzte Saison! Mit einem Verbandsgerichtsverfahren wollte der Landesligist SV Lichtenberg 47 das am 7. Juni verlorene Spiel gegen den FC Spandau 06 (0:2) für sich gewertet bekommen.Was war geschehen: Der FC Spandau 06 schrieb für die Begegnung 13 Spielerinnen auf das Spielformular. Der Schiedsrichter bemerkte dass mit dem zweiten Wechsel der Gäste, ja nun etwas nicht stimmen könne. Der Refeere vermerkte auf dem Spielformular, dass eine Spielerin spielte, welche nicht auf dem Formular stand und auch nicht nachgetragen wurde. Dies stellt augenscheinlich ein Vergehen nach §17 der Spielordnung dar. ![]() Der BFV belegte den FC Spandau mit einer Ordnungsstrafe für das inkorrekte Ausfüllen des Formulars, doch der SV Lichtenberg 47 befand das als nicht ausreichend, schließlich konnte ja nicht nachvollzogen werden, ob die am Spiel teilnehmende Spielerin spielberechtigt war, oder nicht.Das Verbandsgericht entschied nun die Strafe für ausreichend. Schließlich steht ja im §17 der SpO: "[...] Ein Nachtragen von Auswechselspielern [...] zieht eine Ordnungsstrafe gemäß §32 SPO nach sich. Nachgetragene Spieler haben sich gem. §13 Ziffer 2 und 4 mit den dort aufgezeigten Folgen unmittelbar nach dem Spielende auszuweisen." Die Auslegung, dass sich eine nicht nachgetragene Spielerin auch nicht ausweisen muss und es dann auch "nur" ein Vergehen nach §32 SPO (Punkt 1 Fehlende Eintragungen im Spielbericht) ist, scheint mehr als zweifelhaft. Für den neutralen Beobachter macht es sich der BFV hier einmal wieder etwas sehr einfach. Eine Spielwertung zu Gunsten des SV Lichtenberg 47 hätte bedeutet, daß nicht der FC Spandau 06, sondern die Lichtenbergerinnen in die Verbandsliga aufgestiegen wären. Dies wiederum hätte eine Überarbeitung der Spielpläne zur Folge. Das ist natürliche eine Mehrarbeit, welche keinem zugemutet werden darf. Erneut bleibt festzustellen, dass der BFV seine eigenen Satzungen und Ordnungen immer so auslegt, wie es gerade passt. Wenn Einer nicht will, muss der Andere? Es läuft manchmal schon etwas kurios im Frauenbereich des BFV. Landesliga-Meister, SV Seitenwechsel, verzichtete auf einen Aufstieg in die Verbandsliga. Soweit ist das nichts Neues, schließlich gab es diese Konstellation in den letzten Jahren immer einmal wieder. Doch das nun der zunächst nicht aufstiegsberechtigte Lichterfelder FC 1892 II gar nicht erst gefragt wird, sondern gleich in die Verbandsliga eingruppiert wird, ist schon mehr als nur merkwürdig. Da der BFV darauf verzichtet, die Ligen frühzeitig im dfb.net freizugeben (alle anderen Landesverbände des NOFV verfahren nicht so), würde der LFC 1892 II erst kurz vor Ligastart vor vollendete Tatsachen gestellt werden.Nun ist es jedoch frühzeitig aufgefallen, so dass - falls es dem BFV-Verantwortlichen nicht zu viel Arbeit bereitet - diesem Fauxpas noch Abhilfe geschaffen werden kann. Wie diese aussieht? Man könnte sich beim 1. FC Schöneberg 1913 oder beim SV Lichtenberg 47 nach deren Nachrücker-Ambitionen erkundigen, oder in letzter Instanz den SV Seitenwechsel "zwangsaufsteigen" lassen. [Update vom 18.07.10] Es gibt sehr wohl eine 7er Bezirksliga. Nur waren es auf Grund der vielen Abmeldungen aus der Verbands- und Landesliga bislang so, dass alle Bezirksligisten aufgestiegen sind und in der neuen Bezirksliga lediglich Neumeldungen spielen werden. [Update vom 20.07.10] Die Spielpläne der 11er Mannschaften sind nun online. Fraglich ist jedoch ob es die sind, mit denen in die Saison gegangen wird. Aus sicherer Quelle wissen wir, dass nach so einige Fragen offen sind. Auch die für den 23.08. angesetzte Frauentagung lässt Fragen noch der Pokalansetzung offen. Bei 63 startenden Mannschaften muss der Termin vom 15.08. genutzt werden um nicht am Ende erneut in Terminkonflikte zu gelangen, doch wie soll das gelingen, wenn die Auslosung noch nicht gemacht ist? Terminkonflikt Wer plant eigentlich die Termine in einer Spielzeit? Der Rahmenterminplan des NOFV für die nun scheidende Saison sieht schon seit April 2009 für die nun nächsten drei Wochen die Relegationsspiele für die Regionalliga vor. Nun sollte man bei der Planung der Landespokalspiele auch damit rechnen, daß sich eine aufstiegsberechtigte Mannschaft bis ins Pokalfinale spielt. Nicht so beim BFV!Man darf gespannt sein, wie die Verantwortlichen den Terminkonflikt lösen. Oder verfügt TeBe II über einen solch großen Kader um beide Spiele zu bestreiten. Komödienstadl in der Kleinfeldliga
Wie in dieser Spielklasse üblich, war auch zu dieser Begegnung laut dfb.net bis wenige Stunden vor Spielbeginn kein Schiedsrichter angesetzt. Da beide Mannschaften ein wenig brauchten um sich auf einen Herren für die Spielleitung zu einigen, sollte das Spiel mit 13 minütiger Verspätung beginnen. Die Mannschaften liefen auf, man begrüsste sich und die Seitenwahl wurde durchgeführt. Nun erschien ein Herr in schwarz und behauptete der angesetzte Unpaarteiische zu sein. Man einigte sich ein zweites Mal, diesmal auf den nach eigener Aussage schon am Sonnabend informierten Referee. Wer jetzt der Annahme war, das Spiel könne beginnen sah sich schwer getäuscht. Die für diese Spielklasse ungewöhnlich hohe Zuschauerzahl (ca. 30) wurde auf eine harte Probe gestellt, schließlich regnete es unaufhörlich, sprichwörtlich "Fritz-Walter-Wetter". Der Schiedsrichter ging nun ganz in Ruhe zu dem in der Einfahrt stehenden Auto und suchte zunächst einmal einen Parkplatz. Anschließend verschwand er in der Kabine und nahm sich seiner spielvorbereitenden Aufgaben an. Das Spiel begann letztlich mit 28 Minuten Verspätung. Doch auch damit konnte man sich nur kurz auf das eigentliche Spiel konzentrieren. Der Platzwart hatte seinen Auftritt und informierte die Spielerinnen, den Schiedsrichter und die Zuschauer darüber, dass alle ihre vor dem Sportplatz geparkten Autos entfernen sollten, da dort ein Halteverbot bestünde und die Polizei schon mit dem Abschleppen drohen würde. Spielerinnen und Zuschauer waren um den Verbleib ihres "Vehicles" besorgt. Letzlich war auch dies eine Ente, denn das Halteverbot galt erst ab 22 Uhr, also einem Zeitpunkt, zu dem das Spiel schon rund 75 Minuten zu Ende sein sollte, oder? Der Schiedsrichter bat zum Pausentee, und man fragte sich, ob er nicht einen Schwager bei einer Umsetzfirma hat, schließlich dehnte er die Halbzeitpause dieses Kleinfeldspiels auf sage und schreibe 27 Minuten aus. Das schien einigen Spielerinnen der Gastgeber einen Strich durch restliche Tagesplaung zu machen, schließlich sah man während der zweiten Halbzeit einige den Sportplatz verlassen. Fußball gespielt wurde im Übrigen auch: Der Gast gewann mit 8:1, nach Spielschluss war auch der Schiedsrichter im dfb.net eingetragen und abgeschleppt wurde auch kein Auto. - Ein ganz normales Fußballspiel in Neukölln.
Wenn Einer eine Reise plant ...
Selbst eine Kooperation mit dem SV Blau-Gelb war aus Sicht der GWN-Spielerinnen nicht möglich - so musste man die Fahrt leider absagen. Nun fanden sich Spielerinnen aus vier Mannschaften (SV Blau-Gelb, SV Adler, FFC Berlin, 1. FC Union) zusammen und starten heute ihre Reise nach Russland. Auf der Seite des FFC Berlin gibt es einen Blog für/über die Reise (http://kaliningradreise.wordpress.com). Nun aber zu den erneuten Merkwürdigkeiten. Als der BSV Grün-Weiß Neukölln 1950 die Reise plante (wie erwähnt im Sommer 09) wurde eine Spielverlegung verweigert - nun wo aus mehreren Vereinen einzelne Spielerinnen fahren wurde glatt drei Spiele verlegt! Die neuen Spieltermine sind:
Meinung zur Frauentagung am 12.08.09Als Bernd Wusterhausen (Vorsitzender des VSpA) am Mittwochabend die Frauentagung 2009 eröffnete waren die Staffelleiter Jörg Halfter und Heidi Machold noch nicht anwesend, doch der Leiter der Sitzung musste zunächst die Anwesenden kritisieren, daß nicht über diese Internetseite Kritik am BFV und seinen Mitarbeitern veröffentlicht werden sollte, man sich doch lieber direkt mit dem Verband in Verbindung setzen solle.
Die Hoffnung lebt, daß zukünftig jeder Gehör findet, der sich mit seinen Problemen an den Verband wendet (mir liegen Informationen und auch Schreiben an den BFV vor, die dokumentieren, dass dem nicht immer so war).
Es folgten kurze Ausführungen von Inka Müller zum weiblichen Schiedsrichterwesen im BFV und ein Schul- und Vereinsprojekt zum Thema WM2011 wurde vorgestellt. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde bekannt gegeben, daß in Zusammenarbeit mit der BSR der Fair-Play-Preis der Verbandsliga aufgewertet wird. Die fairste Mannschaft, es zählen nur die Karten, wird am Ende der Spielzeit mit einem Geldpreis in Höhe von € 2000.- geehrt.
Eine tolle Idee, aber ganz ehrlich, wie kann es sein, dass der Fair-Play-Preis höher dotiert ist, als der Pokalgewinn?
Die Klassensprecher, diese wurden einmal für eine jeweilige Staffel gewählt, gaben einen kurzen Bericht ab. Hierbei stand die nächste Hallenrunde im Vordergrund. Die Endrunden sollen demnach am 17. Januar und das Masters am 24. Januar stattfinden. Auf eine Rückfrage bei Ansetzer bezüglich der Terminüberschneidung (Masters mit Rückrundenauftakt) gab dieser bekannt, den Spieltag eine Woche vorverlegt zu haben. Es folgte eine kurze Diskussion, da an dem Termin ja die Endrunden stattfinden sollen. Am Ende stand fest, dass die Spiele mit Einverständnis des Spielpartners verlegt werden können.
Da sind Schwierigkeiten vorprogrammiert, wenn eine Mannschaft die Endrunde erreicht hat und sich die andere querstellt. Wieso ist der Terminplan so ein Problem, wo es doch in dieser Spielzeit gleich vier Spieltage weniger gibt?
Auch die Kassenprüfer der Klassensprecher gaben ein kurzes Statement ab, wonach die Kasse ordentlich geführt wurde. Folglich wurden die Klassensprecher entlastet. Anschließend wurde Lutz Kiehne (SV BW Hohen Neuendorf) in Abwesenheit als Klassensprecher gewählt und die "alten" Kameraden (Maja Bogs, Nadine Fröhnel, Wolfgang Nießmann, Daniel Kübler), en Bloc in ihren Ämtern bestätigt, bzw. wiedergewählt. Auch die beiden Kassenprüfer Sandra Ritschel und Roland Schmidt) wurden nach kurzer Diskussion über die Möglichkeit der Mitarbeit in der AG und Tätigkeit als Kassenprüfer wiedergewählt.
Regionaliga: Maja Bogs (1. FC Lübars 1962)
Verbandsliga: Lutz Kiehne (SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf), Wolfgang Nießmann (1. FC Union)
Landesliga: ?
Bezirksliga: Nadine Fröhnel (DJK Roland)
7er-Teams: ?
Hinzu kommt noch Daniel Kübler (Verein nicht bekannt)
Nachdem es nun keine Fragen mehr gab, beendete Bernd Wusterhausen die Sitzung, was etwas zur Verwirrung beitrug, da die Pokalauslosung noch ausstand. Diese wurde im Anschluß an die Tagung von Ansetzer Jörg Halfter mit Unterstützung von FIFA-Schiedsrichterin Inka Müller durchgeführt. Die erste Runde wurde auf Grund der "wenigen" Mannschaften auf das Wochenende 12./13.09. verlegt. Das Endspiel ist für den 6. Juni 2010 (Stadion Lichterfelde) terminiert worden.
Auch hier kam es zu Diskussionen, da neben den Regionalligisten, welche schon in den Vorjahren in der ersten Runde ein Freilos erhielten, noch zwei weitere Mannschaften vom VSpA ein Freilos zugesprochen bekamen (Hertha 03 und GW Neukölln). Hierfür fehlte einigen Vereinsvertretern das Verständnis, sodaß letztendlich nach der "alten" Methode (die beiden letzten Lose erhielten die Freilose) verfahren wurde. Auch die Anfrage der Klassensprecher, ob die sogenannten Großen auf ein eventuelles Heimrecht verzichten würden, wurde abgelehnt. Die Freilose entfielen auf den SFC Stern 1900 und der SC Siemensstadt. Bei den Kleinfeldmannschaften fielen die Freilose auf den SC Westend 01 und den SV Pfefferwerk 1990.
Soweit ein kurze Übersicht über das Geschehene
Eure Pilana
|



Der BFV belegte den FC Spandau mit einer Ordnungsstrafe für das inkorrekte Ausfüllen des Formulars, doch der SV Lichtenberg 47 befand das als nicht ausreichend, schließlich konnte ja nicht nachvollzogen werden, ob die am Spiel teilnehmende Spielerin spielberechtigt war, oder nicht.
